Gams

Postkarten:

Postkarte 1913

Postkarte 1913

Gams um das Jahr 1910. Fotograf: J. Stadlinger, Flums, Verlag Eberle-Schöb, Nr. 57

Gams im Rheintal mit der wilden Südseite der Kreuzberge im Hintergrund um das Jahr 1910. Fotograf: J. Stadlinger, Flums, Verlag Eberle-Schöb, Nr. 57

Gams mit dem Gätterifirst im Hintergrund um das Jahr 1910, Aufnahme und Verlag von Christian Tischhauser, Buchs, Nr. 987

Gams mit dem Gätterifirst im Hintergrund um das Jahr 1910, Aufnahme und Verlag von Christian Tischhauser, Buchs, Nr. 987

Gams mit den Kreuzbergen und der Saxer Lücke um 1900. Aufnahme und Verlag von Christian Tischhauser, Buchs, Nr. 928

Gams mit den Kreuzbergen und der Saxer Lücke um 1900. Aufnahme und Verlag von Christian Tischhauser, Buchs, Nr. 928


“Wie die Gamser Kirche zu Ihrem Grundstück kam”: (Auszug aus „Ein familiengeschichtlicher Rückblick“ von Theo Schöb-Bauer)

Urgrossvater Michael Anton Schöb wurde am 7. September 1814 in Gams geboren und …. ist im Band 1 der Gamser Bürgerregister eingetragen. Seine Vorfahren befinden sich nicht in den Registern, weil vorher die Geburten nur beim Pfarramt, in die sogenannten Kirchenbücher, eingetragen wurden. In Gams war er Mesmer und führte einen kleinen Bauernbetrieb. Er verehelichte sich … 1835 mit Elisabetha Kaiser aus Gams. …. Aus dieser Ehe sind sieben Kinder, drei Knaben und vier Mädchen, hervorgegangen. …

Neben seiner Tätigkeit als Mesmer und Landwirt fertigte Urgrossvater dank seiner handwerklichen Begabung unter anderem auch Schlitten an. Darum auch das nicht zutreffende Gerücht, er sei Wagner gewesen.

… 1860 wurde die ganze neunköpfige Familie von einem harten gemeindepolitischen Entscheid getroffen. Urgrossvaters Bauerngütlein samt Wohnhaus stand auf dem schönsten Platz der Gemeinde Gams. Und weil man eine neue Kirche bauen wollte, sollte sie auch den schönsten Platz im Dorf erhalten. Da gab es kein Wehren und keine Einsprache: in einem amtlichen Enteignungsverfahren musste Michael Anton Schöb Haus und Hof, Grund und Boden für den Kirchenbau abtreten.

Verärgert liess er sich auch vom verheissenen Segen Gottes nicht trösten, schüttelte noch im gleichen Jahr den Gamser Staub von den Füssen, verliess sein geliebtes Dorf und zog grollend mit seiner ganzen Familie und der beweglichen Habe von dannen, um sich in Dieselbach, Gemeinde Mogelsberg, Untertoggenburg, niederzulassen, wo er ein grösseres Heimwesen erworben hatte. Hier versuchte Urgrossvater Schöb mit seiner Frau eine neue Existenz aufzubauen, wobei auch ihre sieben Kinder tatkräftig mitzuhelfen hatten.

… Das jüngste Kind, Markus Anton, war damals 11 Jahre alt. Nachdem er sich schon in Gams als Hirtenknabe auf den nahen Alpen nützlich gemacht hatte, legte er auch in Dieselbach gerne und kräftig Hand an und hatte unter anderem auch die Milch in die Käserei, in die “Hütte”, zu bringen. Für die Mass Milch (1 1/2 Liter) gab’s 11 Rappen.