Brot, Butter, Wein und Würste und andere Probleme der Gesundheitskommission

Die Abschrift vom “Protokoll der Gesundheitskommission der politischen Gemeinde Sennwald – begonnen mit der Amtsperiode 1888/1891″ ist nun endlich fertig und hochgeladen. Das Original ist ein Bijoux, welches sich in Privatbesitz befindet und mir vertrauensvoll ausgeliehen wurde. Es handelt von Kontrollen der verkauften Lebensmittel, Problemen mit Senkgruben, Abtritten und Miststöcken und vielem mehr. siehe Kostbarkeiten aus der Region

weitere alte Fotos hochgeladen – neu auch von Haag

Habe diese Woche das in diesem Jahr angesammelte Material gesichtet, sortiert und hochgeladen.
Es freut mich besonders, nun auch alte Dokumente aus Haag präsentieren zu können, siehe hier

Wer weiss was “Türggabüch” sind?

Ich habe eine Anfrage erhalten, auf welche ich leider nicht zu antworten weiss.

Zitat: “Ich habe eine Bitte: Mein Vater, leider inzwischen verstorben, hat immer geschwärmt von “Türggebüch”, ein süsses Gebäck, das seine Mutter, eine Saxerin, ihm gemacht hat. Ich habe leider kein Rezept und würde es sehr gern haben. Hast du schon davon gehört?”

Kennt jemand dieses Gebäck? Hat jemand eine Vermutung, um was es sich da handeln könnte? Hat gar jemand ein Rezept? Bitte unbedingt melden. Denn dies ist Ziel und Zweck dieser Website, Vergangenes vor dem Vergessen zu bewahren. Kontaktformular

Gipfelstürmer in den Kreuzbergen 1943

In den dreissiger und vierziger Jahren entwickelten sich die Kreuzberge zum Tummelplatz von Spitzenalpinisten. Der Klettersport trug allerdings noch einen ganz anderen Charakter. Felswände mit genagelten Bergschuhen, mit schweren Hanfseilen und ohne Klettergurt zu besteigen, bedeutete eine Leistung, die noch heute Bewunderung erheischt. Erst allmählich begann sich der Gebrauch von eisernen Hacken und Karabinern zu verbreiten, was einer Revolution gleich kam.

Mit Erlaubnis des Landesarchivs Appenzell , hier der Link zu einem Ausschnitt des 1943 produzierten Dokumentarfilms der Schweizer Wochenschau über das Klettern in den Kreuzbergen: www.zeitzeugnisse.ch (unterhalb des Bildes auf “Video abspielen” klicken)

Haarstrienza – Wer weiss, welche Pflanze dies ist?

Ich bin, wie angekündigt, am Sammeln alter Geschichte(n) und Hausmittelchen zur ersten Hilfe von doazmol.
Gestern wurden mir von einem über 80jährigen diese Wurzeln übergeben, welche von seinem Grossvater stammen und zur Blutstillung benutzt worden seien.
Man nannte sie “Haarstrienza”.
Die faserige Wurzel kann stückweise “ent-wickelt” werden und wurde so auf die Wunden gelegt.
Weiss jemand, um welche Pflanze, resp. Wurzel es sich hier handelt?

Haarstrienza

Nachtrag am 19.9.2013: Es ist Meisterwurz! (Im Pfarrer Künzle Kalender von 1945 folgende Textstelle gefunden … Meisterwurz (Horstrinze) …

Meisterwurz (Horstrinze)

Begehrte Rossbölla in Sax

Die Aufbereitung dieses Neuzugangs wurde gesponsort von Energietechnik Lehner, Frümsen:

((eingesandt))

“Mini Grosmuetter ischt z Sax im Höfli ufgwachsa und mir hend ihra immer gern zuegloset wenn sie vo doazmol verzellt het, ihra Lieblingsspruch ischt gsi “s ischt nüma wia albigs”. Ei Gschicht wo ich bsonders gern gha ha, ischt dia mit da Rossbölla: Wenn nämert mit Ross dur Sax gfahra oder glaufa ischt, hend d Gofa müesa d Rossbölla mit ema Schüfeli go zämalese für in Garta, s ischt genau abgmacht gsi, vo wo bis wo vor em Hus dia Bölla wem ghörend, het emol eine echli zwit öbera griffa , hends enand mit dem Schüfeli uf da Grind geh…….

Min Vatter het immer vo da “Türggabüch” gschwärmt, wo sini Mueter amel gmacht heg, da isch a süesses Gebäck us Türgga, i has emol versuecht z macha, aber leider kei Lob gerntet bi ihm. … “

weiss jemand wo dies ist?

Folgende Foto wurde in einer Sammlung in Sennwald gefunden, wobei nicht bekannt ist, wo das Bild aufgenommen worden ist.
Vielleicht wissens Sie es? Wenn ja bitte um Mitteilung über das Kontaktformular. Herzlichen Dank.

Erste Rückmeldung: “Er meinte sich ziemlich sicher zu sein, dass es sich auf dem Foto um das uralte Restaurant Krone in Sennwald handelte.”

Weitere Fotos aus Sax und Sennwald

Es freut mich, weitere alte Fotos erhalten zu haben, sie sind jeweils unter dem betreffenden Dorf abgespeichert.
Hier eines davon stellvertretend:

Gamser Kirche

“Wie die Gamser Kirche zu Ihrem Grundstück kam”: (Auszug aus „Ein familiengeschichtlicher Rückblick“ von Theo Schöb-Bauer)

Urgrossvater Michael Anton Schöb wurde am 7. September 1814 in Gams geboren und …. ist im Band 1 der Gamser Bürgerregister eingetragen. Seine Vorfahren befinden sich nicht in den Registern, weil vorher die Geburten nur beim Pfarramt, in die sogenannten Kirchenbücher, eingetragen wurden. In Gams war er Mesmer und führte einen kleinen Bauernbetrieb. Er verehelichte sich … 1835 mit Elisabetha Kaiser aus Gams. …. Aus dieser Ehe sind sieben Kinder, drei Knaben und vier Mädchen, hervorgegangen. …

Neben seiner Tätigkeit als Mesmer und Landwirt fertigte Urgrossvater dank seiner handwerklichen Begabung unter anderem auch Schlitten an. Darum auch das nicht zutreffende Gerücht, er sei Wagner gewesen.

… 1860 wurde die ganze neunköpfige Familie von einem harten gemeindepolitischen Entscheid getroffen. Urgrossvaters Bauerngütlein samt Wohnhaus stand auf dem schönsten Platz der Gemeinde Gams. Und weil man eine neue Kirche bauen wollte, sollte sie auch den schönsten Platz im Dorf erhalten. Da gab es kein Wehren und keine Einsprache: in einem amtlichen Enteignungsverfahren musste Michael Anton Schöb Haus und Hof, Grund und Boden für den Kirchenbau abtreten.

Verärgert liess er sich auch vom verheissenen Segen Gottes nicht trösten, schüttelte noch im gleichen Jahr den Gamser Staub von den Füssen, verliess sein geliebtes Dorf und zog grollend mit seiner ganzen Familie und der beweglichen Habe von dannen, um sich in Dieselbach, Gemeinde Mogelsberg, Untertoggenburg, niederzulassen, wo er ein grösseres Heimwesen erworben hatte. Hier versuchte Urgrossvater Schöb mit seiner Frau eine neue Existenz aufzubauen, wobei auch ihre sieben Kinder tatkräftig mitzuhelfen hatten.

… Das jüngste Kind, Markus Anton, war damals 11 Jahre alt. Nachdem er sich schon in Gams als Hirtenknabe auf den nahen Alpen nützlich gemacht hatte, legte er auch in Dieselbach gerne und kräftig Hand an und hatte unter anderem auch die Milch in die Käserei, in die “Hütte”, zu bringen. Für die Mass Milch (1 1/2 Liter) gab’s 11 Rappen.

Versteigerung der Schulhausgülle

Versteigerung Gülle 1882

Versteigerung Gülle 1882